Intern · 28.04.2021

Schulhof, Campus, Pizzaschachtel - die Geschichte der wunschlösung Teil 3

wunschlösung

In unser kleinen Serie wollen wir euch einen Einblick geben, wie unsere Gründer Simon, Christian, Thomas, Carl-Gerold und Thomas sich kennengelernt haben und wie es zur Gründung der wunschlösung kam.

Kapitel 3: “wunschlösung? Als Name? Echt jetzt?

Simon, Christian und Thomas kannten sich also schon mal und eine grundlegende Idee war auch da. Was machte man jetzt also damit?

Auf der Suche nach ergänzenden Fähigkeiten und dem, was man einen Marktzugang nennt, sprachen die drei mit vielen Leuten. Aus Christians Freundeskreis kam Carl-Gerold (kurz: CG) mit in die Runde. CG hatte in seinem früheren Leben bereits im Vorstand bei der Royal Mail (Brief) und anschließend der Österreichischen Post AG gearbeitet. Mit Mitte 50 hatte er sich 2012 bei dem gemeinnützigen Verein gemeldet, für den Christian parallel zum Studium im Vorstand arbeitete. “Ich suche nach einer sinnvollen ehrenamtlichen Aufgabe” hatte er auf den Anrufbeantworter gesprochen. Acht Wochen später flogen CG und Christian zum Projekt nach Ostafrika und begannen gemeinsam an der Professionalisierung der Strukturen in Uganda und Deutschland zu arbeiten. Der Verein war nach einigen größeren Auszeichnungen und entsprechendem Presserummel schnell auf über 400 Mitglieder in Deutschland und über 1.400 Beteiligte in Uganda gewachsen.

Schnell merkten CG und Christian, dass die Wellenlänge stimmte und das gemeinsame Arbeiten nicht nur Spaß machte, sondern auch erfolgreich war. Da sich auch Simon und Thomas prima mit CG verstanden, hatte das junge Team mal eben 20 Jahre “Senior Management Experience” dazu gewonnen. Die Frage, ob “die Jungs” das mit ihrem Startup ernst meinen, war dank des 1,93 Meter großen “Silberrückens” auf den ersten Akquise-Terminen dann auch kein Thema mehr.

Aus dem Kreis ehemaliger Kollegen stieß dann auch der zweite Thomas mit in die Runde. Thomas, Thomas und Simon hatten sich während einiger Projekte im Jenaer eCommerce-Umfeld kennen und mögen gelernt. Ebenfalls mit einer gehörigen Portion Erfahrung ausgestattet, komplettierte er das Gründer-Team mit seiner Expertise als IT-Projekt-Manager, seiner Liebe für Sales und vielen wertvollen Kontakten und Ideen.

Das Team stand also, der Wille zur Gründung war da - und schon begann die Vorbereitung. Nach einer ganzen Reihe an Wochenend- und Abendterminen, hatten alle ihre Rolle gefunden und die “wichtigen” Dinge wie Name, Logo und Corporate Design waren geklärt.

Apropos Name: Aus einer wild gebrainstormten Liste mit bestimmt 150 Namenselementen und -kombinationen entstand eine Short List. Die Diskussionen wurden zäher, bis Simon irgendwann das Wort “wunschlösung” in den Raum warf. Nach einer verhältnismäßig kurzen Diskussion schien das ein Name zu sein, der sowohl sympathisch klang als auch das Vorhaben verkörperte: coole individuelle Software-Projekte bauen. Fun Fact: wunschlösung stand selbstverständlich nicht auf der Liste der sorgfältig vorbereiteten Namensideen.

Die passende Logo-Idee war dann schnell gefunden: Die zur Familie der Korbblütler zählende Gattung Taraxacum - zumeist schnöde als Löwenzahn bezeichnet - schien ideal geeignet. Denn wer erinnert sich nicht zurück an die eigene Kindheit und die schöne Tradition des Davonpustens der flauschigen weißen Schirmchen, gefolgt vom Zukneifen der Augen und dem stillen Aufsagen eines geheimen Wunsches? Schlimm genug, dass sich erst die Sache mit dem Weihnachtsmann und dann auch dem Osterhase in Luft auflöste. Das “Pusteblumen-Wünschen” ist gekommen, um zu bleiben!

Und warum wird die wunschlösung nicht groß geschrieben? Weil sich ein kleines “w” im Logo geschmeidiger an die Pusteblume anschmiegte und sich außerdem auch in Texten besser abhebt.

Team: Check.

Idee: Check.

Name: Check.

Logo: Check.

War nur noch die Frage, ob das Angebot da draußen überhaupt jemanden juckte. Erste Gespräche zum Fühlerausstrecken waren natürlich bereits gelaufen. Aber für ein funktionierendes Geschäftsmodell braucht man neben dem “Problem - Solution”-Fit natürlich auch immer noch den “Product - Market”-Fit. Oder anders formuliert: Schön, dass jemand ein passendes Problem für die wunschLösung hat, aber gibt es auch die passende Zahlungsbereitschaft dazu?

Der Plan war, ohne Investor auszukommen und die ganze Nummer zu “bootstrappen”, wie man unter Gründern sagt. Wenn nach 6 Monaten keine zahlenden Kunden da sind, hat man es auch nicht verdient. Also Pitch-Deck (oder wie der Mittelständler sagen würde: “Unternehmensvorstellung”) geschnürt und ab auf Kundenjagd. Aufgrund der guten Vernetzung und dem IT- und eCommerce-Stallgeruch fiel die Suche nach ersten zahlenden Projektkunden glücklicherweise einfacher als befürchtet. Und viele dieser Kooperationspartner der frühen Tage zählen auch heute noch zu den Stammkunden der wunschlösung.

Individuelle Softwareentwicklung mit Fokus B2B war also das erste Angebot, mit dem die wunschlösung am 14. Januar 2015 endlich gegründet wurde.

Wie es dann richtig los- und weiterging, erfahrt ihr im nächsten Teil unserer Serie.

Hier gehts zu
Teil 1
Teil 2
Teil 4


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