Intern · 12.05.2021

Schulhof, Campus, Pizzaschachtel - die Geschichte der wunschlösung Teil 4

wunschlösung

In unser kleinen Serie wollen wir euch einen Einblick geben, wie unsere Gründer Simon, Christian, Thomas, Carl-Gerold und Thomas sich kennengelernt haben und wie es zur Gründung der wunschlösung kam.

Kapitel 4: “Die frühen Jahre”

Der Anfang war gemacht. Die Kunden waren angewärmt. Das Team saß in den Startlöchern.

Thomas und Simon fungierten als Alleskönner und (Fast-) Alleskönnenmüsser. Der Zuschnitt von Projekten, die Entscheidung über geeignete Architekturen, die Backend- und Frontend-Programmierung, das Aufsetzen von Servern und der Betrieb der Anwendungen - all das beherrschten die beiden aus dem FF. Bietet sich ja auch an, wenn man ein IT-Startup gründet …

Was nun neu dazukam, waren all die Sachen, die man nirgendwo beigebracht bekommt: Wie kommt man zügig ins Handelsregister? Wie funktioniert Kaltmietenförderung? Wer ist eigentlich dieser Herr “De-Minimis” und warum braucht er so viele Papierformulare? Was kann man wie von der Steuer absetzen? Wie findet man einen guten Steuerberater und Anwalt? Wie verhindert man, dass sie die jeweils andere Seite für zuständig erklären? Was muss beim Einstellen von Mitarbeitern beachtet werden? - All solche Fragen, die jede oder jeder kennt, der schon mal gegründet hat. Für die frisch gebackenen Geschäftsführer standen also viele Termine mit Steuerberatern, Bankberatern, Rechtsanwälten, Vermietern und Ämtern an. Eine Zeit an die sie sich mit den Worten “Wir haben viel gelernt.” zurück erinnern.

Christian, CG und Thomas unterstützten neben ihren Unternehmensberater- und IT-Projektmanager-Jobs nach Feierabend und am Wochenende dabei nach Kräften. Es standen ja neben dem Projektgeschäft auch noch jede Menge anderer Themen wie Akquise, Backoffice-Orga, Workshop-Moderation, Prozess-”Vervollkommnung” und Strategiearbeit an.

Apropos Arbeit. Von irgendwo aus musste das ja dauerhaft auch passieren.

Bis ein eigenes Büro organisiert war, musste wahlweise das Bagels & Beans (Café in Jena mit hervorragendem Chai Latte) oder Thomas’ Couch (mit weniger hervorragendem Kaffee) herhalten. Nicht zwingend durchweg bequem, aber für den Start absolut okay und für eine überschaubare Zeit auch ganz cool.

Das erste richtige Büro fand sich dann im Technologie- & Innovationspark in Jena. Ein Zimmer, 1,5-Quadratmeter-Gemeinschaftsküche gefühlte zwei Gehminuten über den Flur entfernt. Etwas kühl und dank der günstigsten, noch unsanierten Erdgeschoss-Nordseiten-Lage auch niemals zu hell. Für Techies also ideale Bedingungen. Fast. “Nicht perfekt, aber es war ‘unseres’ und allein deshalb ein Riesen-Meilenstein.” erinnern sich die Altvorderen heute.

(Warm), sicher und sauber war also gewährleistet. Was fehlte war … alles andere. Oder wie der Steuerberater sagt - Büro- und Geschäftsausstattung. Es wurde also Hardware beschafft, Büromöbel bestellt, aber auch noch Vieles von Zuhause mitgebracht, um es mit wenig Budget so gemütlich und funktional wie möglich zu bekommen. Improvisieren war angesagt, aber genau das macht ja auch den Charme der Gründungszeit aus - zumindest so lange die Kaffeemaschine durchhält. Was sich im Nachhinein als richtig gute Entscheidung herausgestellt hat, war die Investition in elektrisch höhenverstellbare Schreibtische. Sie funktionieren bis heute und machen das Arbeiten so viel angenehmer.

Als aufstrebendes IT-Startup stand selbstverständlich auch eine eigene Website auf der To-Do-List. Gemäß dem Gedichtvers von Hermann Hesse “Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne” stand die erste Website dann auch in einer Rekordzeit von 2 Tagen. Um an dieser Stelle direkt schelmischen Kommentaren zuvorzukommen: Es handelt sich bei der aktuellen Website (Stand Mai 2021) NICHT mehr um den initialen Unternehmensauftritt. Eine peppigere Website ist dennoch in Arbeit!

Die ersten Projekte begannen, die Code-Generatoren als zentrales Element des Tech-Stacks, also der Technologie-Basis, wurden stetig weiterentwickelt. Die unternehmerische Freiheit, Dinge schnell ändern zu können, wenn sie einen stören, wirkte sich nicht nur auf die Code-Generatoren aus, sondern auch auf das Miteinander im Team.
Ein großer Teil der Motivation aller fünf Gründer war von Anfang an ein hoher Anspruch an die Software-Lösung, also kein Gefrickel und eine Arbeitsweise, die Spaß macht. Und zwar dauerhaft.

Aber wie kam es eigentlich dazu, dass ein frisch gegründetes Startup gleich an so große Projekte für namhafte Kunden wie Coca Cola, Kellogg’s, Red Bull und Co. herankommt?

Der Schlüssel war eine Kombination aus Starthilfe von Kooperationspartnern, die Türen geöffnet haben und auch selbst von den neuen Chancen profitieren konnten - und dem, was man schnöde “Leistungsversprechen” nennen könnte: Schnell komplexe Geschäftsabläufe zu digitalisieren. Nicht als Wegwerf-Software, sondern als stabile, flexible, aber eben auch skalier- und erweiterbare Enterprise-Software, die auch nach “dreimal Gegentreten” noch läuft.

So kam auch der Zuschlag für eine der ersten richtig großen Online-Plattformen zustande.

Der Kunde hatte ein PHP-Online-Portal im Einsatz, das bereits in den Zustand “Spaghetti-Software” (niemand sieht mehr durch) übergegangen war. Eine Erweiterung um neue gewünschte Optionen war damit nicht mehr möglich oder zumindest sehr riskant. Die bestehenden Software-Partner hatten 6 Monate und mehr für eine Neuimplementierung veranschlagt, was die Deadline, an der die neuen Features benötigt wurden, deutlich überschritt. Also DIE Chance zu zeigen, was im Team und den Code-Generatoren steckt. Nach zwei Monaten stand die erste Version des neuen Portals, nach 3 Monaten ging es live und löste die Bestandslösung ab. Die NutzerInnen waren happy, der Kunde war happy, die Kooperationspartner konnten sagen “Wir haben doch gesagt, dass sie was drauf haben.” und das wunschlösung-Team fand es auch prima - zumindest nach einer kurzen Erholungsphase.

Aber so romantisch das jetzt klingt - natürlich lief auch in der wunschlösung nicht immer alles wie geölt. Es gab genauso - wie vermutlich auch in jedem anderen Startup - Phasen, in denen nicht klar war, ob das alles so hinhaut. Projekte, in denen man Lehrgeld zahlt und am Ende Geld mitbringt, um seine Zusagen zu halten. Kooperationen, die vielversprechend starten, dann aber nicht die gewünschten Nutzen für beide Seiten bringen und wieder eingestampft werden. Aber nicht zuletzt diese Lernkurve macht ja den Reiz aus, wenn man sich entscheidet etwas zu “unternehmen”.

Und natürlich gab es sie auch - die Startup-Anekdoten aus der Frühzeit. So erinnert sich Simon noch lebhaft daran, wie er gemeinsam mit Thomas die ganze technische Basis der REST-APIs (Web-Schnittstellen) im Auto auf dem Weg zu einer ersten Präsentation beim Kunden neu implementiert hat, weil sich kurz vor knapp noch herausgestellt hatte, dass mit der alten Lösung das gewünschte API-Format nicht umsetzbar war. Buchstäblich beim Einparken auf dem Kundenparkplatz war dann alles eingecheckt und funktionierte glücklicherweise reibungslos. Muss man nicht jeden Tag haben, aber in der Startphase kommt sowas schon mal vor.

Trotz aller Rückschläge und Abenteuer - die erfreuliche Auftragslage machte dann schnell auch die ersten Einstellungen von neuen wunschlöserinnen und wunschlösern erforderlich und möglich. So wuchs das Team innerhalb des ersten Jahres auf sechs und später neun Mitarbeiter an. Gute Leute zu finden war schon damals nicht einfach, aber zumindest nicht ganz so hart wie seit 2019. Wir sind übrigens immer auf der Suche!

Regelmäßige Mario-Kart-Turniere auf Super Nintendo sorgten für den nötigen “Brain-Dump” in den Pausen. Und als erstes Weihnachtsgeschenk folgte dann auch endlich der wichtige und zuverlässige Überlebenshelfer: ein noch heute im Jenaer Büro im täglichen Einsatz befindlicher Kaffeevollautomat, der eine (selbst für Teetrinker) sehr schmackhafte Tasse auf Knopfdruck zaubert. Das Weihnachtsgeschenk im Folgejahr war übrigens eine Firmen-Playstation. Wie selbstlos Gründer doch sein können, den Weihnachtsmann so derartig uneigennützig zu beauftragen :D.

Im nächsten und letzten Teil erfahrt ihr mehr über einige unserer Projekte und die Frage, ob die wunschlösung eigentlich (noch) ein Startup ist!

Hier gehts zu
Teil 1
Teil 2
Teil 3


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